DIY-Fischhydrolysat-Living-Soil-DIY-Flüssigdünger

DIY Fischhydrolysat - Guide für Grower

Liebe Gartenfreunde, willkommen im Guide für ein DIY Fischhydrolysat! Dieses natürliche Präparat ist ein schnell hergestelltes Biostimulanz für eure Lieblingspflanzen. Doch was macht es so besonders? Fischhydrolysat ist ein fermentierter organischer Dünger, welcher aus Fischabfällen hergestellt wird. Die enthaltenen Milchsäurebakterien spalten indirekt die Proteine in kleinere Aminosäuren, Peptide und Enzyme. Durch die eigene Herstellung zu Hause könnt ihr nicht nur Abfall reduzieren, sondern auch sicherstellen, dass eure Pflanzen eine hochwertige, natürliche Nahrung erhalten. Durch die Fermentation, werden die Nährstoffe schneller pflanzenverfügbar und können anschließend vielseitig verwendet werden.

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Vorteile von Fischhydrolysat
  2. Benötigte Materialien
  3. Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Herstellung
  4. Anwendungshinweise
  5. Schlusswort
  6. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

 

1. Die Vorteile von Fischhydrolysat

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Fischhydrolysat ist ein echtes Allround-Talent für den Garten. Es ist reich an wichtigen Nährstoffen und unterstützt zudem die Bodengesundheit, indem es das Wachstum von Mikroorganismen und Pilzen fördert. Dieser Flüssigdünger ist perfekt für die Wachstumsphase geeignet und kann weiter verdünnt auch in den frühen Blüte- und Fruchtphasen verwendet werden.

Die Vorteile auf einem Blick:

- Verbesserung des Chlorophyllgehalts der Blätter, der Photosynthese und dem Gasaustausch

- Liefert wichtige Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und beinhaltet Aminosäuren, Enzyme, Vitamine, Antioxidantien und Mikronährstoffe.

 - Dient als Nahrung für nützliche Bodenmikroben und verbessert somit die Bodenstruktur sowie Nährstoffverfügbarkeit.

 - Trägt zur Humusbildung bei, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und verbessert ebenfalls die Bodendurchlüftung.

 - Erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen biotischen & abiotischen Stress (Umwelteinflüsse, Pflanzenkrankheiten und Schädlinge)

 - Durch enthalte Mikroben werden bioaktive Komponenten und Hormone stimuliert, welche das Wurzelwachstum und die Nährstoffaufnahme verbessern

- Fördert Biodiversität des Bodenlebens (Soil-Food-Web)

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Empfehlung: Kaufe Fischhydrolysat bequem und einfach über unseren Shop.

2. Benötigte Materialien

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- Fischabfälle (Gräten, Innereien, etc.) oder ganze Fische für eine reichhaltigere Nährstoffquelle

- chlorfreies Wasser(frisches Regenwasser, Quellwasser, abgestandenes Leitungswasser/Osmosewasser)

- Melasse, Agavendicksaft oder brauner Rohzucker

- LAB/Lactic Acid Bacteria (Milchsäurebakterien)

- luftundurchlässiger Behälter (bzw. Gärbehälter)

- (Stab-)Mixer oder Fleischwolf

Tipp:

Falls Ihr euch fragt, wie ihr an Fisch oder dessen Reste rankommt, stelle ich hier ein paar Optionen zur Verfügung:

fragt mal bei eurem örtlichen Discounter an der frischetheke nach, ob diese Reste haben oder welche zur Seite legen können. Eine andere Option wäre nach dem Grillabend die Fischreste aufzuheben oder falls man Angler ist oder kennt, dass man den Beifang aufhebt statt erneut freizulassen. Ansonsten kann man auch Tiefkühlfisch oder Fischmehl kaufen

 

3. Schritt-für-Schritt-Anleitung 

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(Bild: Mixer enthält Fisch + Melasse)

Schritt 1) Fisch vorbereiten: Gebe in den Mixer deinen vorab gewogenen Fisch hinein und füge 30-50% Melasse hinzu. In meinem Fall waren es ca. 150 Gramm Fisch zu ca. 75 Gramm Melasse.

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Schritt 2) Um den Fisch besser zu schreddern und ein homogenes Ergebnis zu erzielen, gebe ich noch einen kleinen Teil Wasser mit hinzu.

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Schritt 3) Mischung ansetzen: Anschließend befüllt Ihr den Mixer mit dem restlichen Wasser und lasst dies nochmals kräftig durchmischen.

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Schritt 4) LAB zugeben: Nun etwa 1 Schnapsglas oder 2-3 EL Milchsäurebakterien pro Liter der Mischung hinzufügen.

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Schritt 5) Fermentieren lassen: Übertrage die Mischung in einen Behälter, bedecke ihn luftundurchlässig und lasse ihn 2 Wochen bis über einen Monat fermentieren.

Ein abgeschwächter Essig oder Sauerkrautgeruch signalisiert das Ende des Prozesses. Ebenfalls werdet Ihr anhand der Aktivität das Ende der Fermentation merken.

Tipp:

Wie hier zu sehen, ist der Behälter zu hoch befüllt worden. Durch die hohe Aktivität der Mikroorganismen und der dadurch entstandenen Fermentation, baut sich ein Druck auf, welcher sich über das Gärröhrchen nach außen drückt. Verwendet entweder ausreichend große Behälter oder befüllt die Gläser nur zur Hälfte, um nicht böse überrascht zu werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre dass aufbewahren der Behälter an einem kühleren Ort wie bspw. Im Keller. Dadurch wird die Aktivität der Mikroben leicht unterdrückt, benötigt allerdings länger für die abgeschlossene Fermentation.

 

4. Anwendungshinweise

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Fischhydrolysat eignet sich sowohl für Gieß- und Spritzanwendungen, als auch als Kompostaktivator oder als Zusatz zum Komposttee.  

Gießanwendung: 1 TL pro Liter

Spritzanwendung: 1-2 TL pro Liter

Kompostaktivator: 1-2 EL pro Liter

Komposttee: 1-2 TL pro 10 Liter

Dabei zu beachten gilt, dass oft weniger mehr ist. Vor allem in der Anzuchtphase, in welcher wenig Substrat vorhanden ist und somit keine große Pufferwirkung gegeben ist. Achtet somit auf euren pH-Wert in der Ausgangslösung.

Was einmal im Boden drin ist, kommt so schnell nicht mehr raus. Deshalb fangt erstmal mit kleineren Dosierungen an und achtet auf eure Pflanze, wie diese es aufnimmt. Danach könnt Ihr die Dosierung immer noch erhöhen.

 

5. Schlusswort

Mit DIY Fischhydrolysat gebt ihr eurem Garten nicht nur eine natürliche und nährstoffreiche Nahrung, sondern fördert auch ein gesundes Ökosystem im Boden. Es ist ein einfacher, aber effektiver Weg, eure Gartenarbeit nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Also, worauf wartet ihr noch? Probiert es aus und seht, wie euer Garten aufblüht! Hinterlasst mir doch gern einen Kommentar - das würde mich sehr freuen.

 

6. Häufig gestellte Fragen (FAQs)

F: Was ist Fischhydrolysat?

A: Fischhydrolysat ist ein durch Milchsäurebakterien fermentierter Auszug aus Fisch, Wasser und Melasse. Dabei werden bspw. Proteine durch enzymatische Prozesse in kleinere Aminosäuren und Peptide gespalten, um so schneller pflanzenverfügbar zu sien.

F: Kann ich Fischhydrolysat für alle Pflanzenarten verwenden?

A: Ja, es eignet sich für die meisten Pflanzenarten, allerdings sollte die Dosierung angepasst werden. Achtet darauf, in welcher Phase eure Pflanzen sind und ob es sich um Schwach-, Mittel- oder Starkzehrer handelt.

F: Wie lange ist DIY Fischhydrolysat haltbar?

A: Die Devise lautet: Je älter, desto besser ist euer Produkt. Guter Wein braucht auch seine Zeit und genau so ist es in diesem Fall.

F: Welche Fische eignen sich für Fischhydrolysat?

A: Die besten Fische, welche sich für ein Düngemittel eignen, sind vor allem kleine Fische, welche am unteren Ende der Nahrungskette stehen. Diese wären bspw. Sardinen, Plötze & Rotfedern aber auch kleine Barsche sind eine Option.

F: Warum sollte ich kleine Fische verwenden?

A: Der Hintergrund von der Verwendung von kleinen Fischen steht im Zusammenhang mit den enthaltenen Schwermetallen. Berichten zu Folge, enthalten große Fische wie bspw. Thunfisch, Lachs aber auch Hecht einen erhöhten Gehalt an Schwermetallen.

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