Weidenwasser selber machen – Biologische Bewurzelungshilfe für Stecklinge und Jungpflanzen

Weidewasser: DIY Wurzelbooster

🌱 Zusammenfassung: DIY-Weidewasser (Klicken zum Ausklappen)

Weidenwasser ist ein echtes Geschenk der Natur! Dieser 100 % biologische DIY-Wurzelaktivator hilft deinen Stecklingen und Jungpflanzen dabei kräftige und gesunde Wurzeln zu bilden.

  • Wirkungsweise: Natürliche Pflanzenhormone (Auxine) kurbeln das Wurzelwachstum an, während Salicylsäure vor Pilzen und Fäulnis schützt.
  • Kosten: kostenlos
  • Vorteile: 100% Bio, umweltfreundlich, sanft zur Pflanze, fördert Bodenleben, stärkt die Immunabwehr
  • Zutaten: Frische, junge Weidenzweige und Wasser
  • Anwendung: 1:10 bis 1:100 | 10-100 ml pro L

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Das Vermehren von Pflanzen über Stecklinge erfordert oft Geduld. Eine einfache Methode, um das Wurzelwachstum zu fördern, ist die Nutzung von Weidenwasser als Bewurzelungshilfe. Dieser Guide zeigt Schritt für Schritt, wie man aus Weidenzweigen ein wirksames Mittel für die Pflanzenzucht ansetzt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist Weidenwasser?
  2. Die Vorteile
  3. Materialliste
  4. Schritt-für-Schritt-Anleitung
  5. Anwendungsempfehlung
  6. Hinweise zu Lagerung und Haltbarkeit
  7. Fazit
  8. FAQ - Meist gestellten Fragen
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1. Was genau ist Weidenwasser?

Weidenwasser ist ein Auszug aus den jungen Trieben von Weidenbäumen. Es dient als natürliches Mittel zur Förderung des Wurzelwachstums. Der Vorteil liegt darin, dass die benötigten Rohstoffe kostenlos in der Natur gesammelt werden können und auf teure Zusätze verzichtet werden kann.

Warum eignet sich die Weide dafür?

Weiden besitzen die Eigenschaft, nach einem Rückschnitt oder Astbruch sehr schnell neue Wurzeln auszubilden. Verantwortlich dafür sind zwei wesentliche Inhaltsstoffe in der Rinde:

  • Auxine: Diese Phytohormone stimulieren die Zellteilung und regen die Bildung neuer Wurzeln an.
  • Salicylsäure: Sie schützt die Schnittstellen der Stecklinge vor dem Eindringen von Keimen und Fäulnisbakterien.

2. Vorteile von Weidenwasser

  • Kostengünstig und nachhaltig: Die Rohstoffe wachsen direkt in der Natur und verursachen keine Kosten sowie keinen Müll.
  • Frei von Chemie: Es handelt sich um ein rein biologisches Produkt ohne synthetische Zusätze, wodurch das Bodenleben geschont und sogar gefördert wird.
  • Stärkung der Abwehrkräfte: Die enthaltene Salicylsäure beugt Schimmel- und Pilzbefall vor.
  • Vielseitig anwendbar: Das Mittel eignet sich für Obst & Gemüse aber auch für Spezialkulturen und Zimmerpflanzen etc.

3. Benötigte Zutaten und Werkzeuge

Folgende Materialien werden benötigt:

  • Wasser: Idealerweise frisches Regenwasser oder Leitungswasser.
  • junge grüne Weidenzweige: So viel wie möglich

Werkzeuge:

  • Eine saubere Gartenschere oder ein scharfes Messer
  • Ein Mixer oder ein Hammer
  • Saubere Flaschen oder Gläser zum Abfüllen
  • optional: Handschuhe
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Qualität

Geeignetes Material lässt sich leicht identifizieren: Wickeln Sie die Triebe um die Hand oder einen runden Gegenstand. Reißt die Rinde dabei nicht ein, ist das Material optimal geeignet.


4. Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Entfernen Sie die Blätter vollständig von den gesammelten Zweigen. Schneiden Sie die nackten Zweige anschließend in ca. 1-5 cm lange Stücke.

Schritt 2: Klopfen Sie die Zweige flach, damit die Inhaltsstoffe besser austreten  können oder lassen sie es im Mixer zerkleinern.

Schritt 3: Anschließend wird der Sud für mindestens 24 Stunden im Kühlschrank ziehen gelassen. Alle 1-6 Stunden schütteln.


5. Anwendung

Das Weidenwasser kann auf drei verschiedene Weisen eingesetzt werden:

  • Stecklinge: Setzen Sie die frischen Stecklinge vor dem Einsetzen in das Substrat für bis zu 12 Stunden unverdünnt in ein Gefäß mit Weidenwasser.
  • Gießen (1:1 bis 1:100): Nach dem Einpflanzen der Stecklinge oder dem Umtopfen von Jungpflanzen gießen Sie das Substrat einmalig mit purem Weidenwasser an, um den Umtopfschock zu mindern.
  • Aufsprühen (pur - 1:10): Als Blattapplikation eignet sich Weidenwasser ebenfalls und kann 1-2x pro Woche verwendet werden.

6. Hinweise zu Lagerung und Haltbarkeit

  • Kühlschrank: Innerhalb 24-48 Stunden verbrauchen
  • Einfrieren: Weidenwasser kann zb in Eiswürfelformen eingefroren werden. Bei Bedarf lassen sich die Portionen einfach im Gießwasser auftauen.

7. Fazit

Weidenwasser ist eine einfache und kostengünstige Methode, um das Wurzelwachstum von Pflanzen auf natürliche Weise zu unterstützen. It bietet eine biologische Alternative zu chemischen Bewurzelungsmitteln und lässt sich ohne großen Aufwand herstellen.


8. Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich Zweige von jeder Weide nehmen?
Ja, jede Weidenart ist geeignet. Besonders hohe Hormonkonzentrationen finden sich in der Trauerweide, Silberweide oder Korbweide.

Klappt das auch bei Zimmerpflanzen?
Ja. Weidenwasser eignet sich sowohl für Gartenpflanzen als auch für gängige Zimmerpflanzen (wie z. B. Monstera, Efeutute oder Philodendron).

Kann man Weidenwasser durch Fermentation haltbar machen?
Nein, Weidenwasser ist leicht biologisch abbaubar, weshalb die Haltbarkeit nicht erhöht wird.

Kann man Pflanzen damit überdosieren?
Eine schädliche Überdosierung ist bei diesem Naturprodukt kaum möglich. Es empfiehlt sich jedoch, das Weidenwasser primär als Kur in den ersten Wochen der Bewurzelung zu nutzen und danach wieder auf normales Wasser umzusteigen.

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